Publikationen

Stefan Bauberger

Welche KI?: Künstliche Intelligenz demokratisch gestalten

Carl Hanser Verlag
1. Auflage 2020
176 Seiten
ISBN: 978-3-446-46516-9
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Künstliche Intelligenz hat das Potenzial, viele Bereiche unseres Lebens grundlegend zu verändern. Dies betrifft unter anderem Veränderungen der Arbeitswelt, autonome Fahrzeuge oder sogar Waffen, das Gesundheitssystem, demokratische Gesellschaftsstrukturen und die gesamte Lebenswelt. Daraus erwachsen große Chancen für die Gesellschaft, aber auch große Gefahren.

In der Analyse solcher Szenarien zeigt sich, dass die Auswirkungen von KI in einer ethischen Detailbetrachtung nicht ausreichend erfasst werden können. Vielmehr müssen sie aus einem umfassenden gesellschaftlichen und menschlichen Zusammenhang beurteilt werden. In diesem Buch wird daher eine Perspektive auf KI gezeigt, die ethische Detailfragen zu den Anwendungen von KI aus der größeren Perspektive philosophischer Reflexion betrachtet.

Diese umfasst philosophische Überlegungen zur Auswirkung der Technik und die Betrachtung von Szenarien der Technikentwicklung. Weiterhin werden Veränderungen des Menschenbildes analysiert, die mit der Entwicklung von KI verbunden sind. Damit hängt die Frage zusammen, ob KI Bewusstsein entwickeln kann und ob einer fortgeschrittenen KI ein Rechtsstatus einer elektronischen Persönlichkeit zugeordnet werden soll.

Die betrachteten Entwicklungsszenarien umfassen die Veränderung der Arbeitswelt zwischen einer Hoffnung auf eine Entlastung von monotonen und gefährlichen Tätigkeiten einerseits und der Gefahr von Massenarbeitslosigkeit andererseits. Weiterhin werden neben den bekannten Problemen des autonomen Fahrens die Auswirkungen auf Szenarien der Mobilität betrachtet. In Bezug auf den Einsatz von autonomen Waffen und auf die Steuerung der Kriegsführung durch KI wird das Szenario eines neuen Wettrüstens und einer Entgrenzung der Kriegsführung vorgestellt, das eine Ächtung dieser Techniken nahelegt.

Für das Gesundheitssystem und die Altenpflege wird das Szenarium einer weiteren Entmenschlichung dieser Bereiche mit einem Konzept kontrastiert, das dem menschlichen Faktor gerade durch die Entlastung von technischen Aufgaben einen neuen Stellenwert gibt. Entsprechende Szenarien werden für die Auswirkungen von KI auf die Demokratie und die Durchdringung der Lebenswelt vorgestellt.

Barbara Schellhammer, Berthold Goerdeler

Bildung zum Widerstand

Verlag wbg Academic
1. Auflage 2020
308 Seiten
ISBN: 978-3-631-80511-4
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Auftritt der zugehörigen Ringvorlesung (2019)

Die Verführungskraft populistischer Parolen und rechtsradikal motivierte Verbrechen erinnern an Zeiten, die längst überwunden schienen. Zugleich begehren junge Menschen gegen soziale und ökologische Missstände auf. In einem Brief an Wilhelm III führt Humboldt aus, dass es eine Bildung der Gesinnung und des Charakters gebe, die keinem fehlen dürfe. Sie darf auch deshalb nicht fehlen, weil sie ein selbstbewusstes Dagegen-Sein und ein mutiges Kritik-Üben an herrschenden Diskursen impliziert. Trotz der Mahnung Humboldts erweist sich Bildung jedoch als brüchig und lässt sich für zweifelhafte Zwecke einspannen.

Die Beiträger gehen der Frage nach, wie eine Bildung aussehen muss, die beängstigenden Entwicklungen weltweit ebenso begründet wie entschlossen entgegentritt. Wie kann sie die Motivation zum Handeln liefern, die uns neben Carl Goerdeler auch Hans und Sophie Scholl vorgelebt haben, und die für den Schutz einer demokratischen Grundordnung und humanistischen Werte notwendig ist?

Rezension in

Godehard Brüntrup, Tobias Müller, Ludwig Jaskolla

Prozess - Religion - Gott. Whiteheads Religionsphilosophie im Kontext seiner Prozessmetaphysik

Verlag Herder
Whitehead Studien Band 5
1. Auflage 2020, 288 Seiten
ISBN: 978-3-495-48960-4
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Alfred North Whitehead bietet in seiner philosophischen Kosmologie einen Deutungsrahmen, mit dem Wirklichkeit primär von ihrer Prozesshaftigkeit begriffen werden kann. Eine solche prozesshafte Konzeption der Wirklichkeit hat folgerichtig auch Auswirkungen darauf, wie Religion und damit zusammenhängend das Gott-Welt-Verhältnis gedacht wird. Der Band möchte einen Beitrag zu einer systematischen Rekonstruktion von Whiteheads Religionstheorie und -philosophie leisten und zugleich zeigen, wie ihr Potential für die aktuelle Debatte fruchtbar gemacht werden kann.

Michael Reder, Nejma Tamoudi, Simon Faets

Politik der Zukunft: Zukünftige Generationen als Leerstelle der Demokratie

Verlag transcript
1. Auflage 2020
240 Seiten
ISBN: 978-3-8376-4987-1
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Ein wesentliches Merkmal unserer Zeit ist die Tatsache, dass wir die Lebensbedingungen zukünftiger Generationen grundlegend beeinflussen. Aus gesellschaftlicher und wissenschaftlicher Perspektive gewinnt daher die Forderung nach einer politischen und institutionellen Einbindung der Zukunft zunehmend an Bedeutung.

Vor dem Hintergrund demokratietheoretischer und sozialkritischer Analysen erarbeiten die Beiträger*innen des Bandes eine Neubesetzung der politischen Leerstelle zukünftiger Generationen. Der Gegenstand wird aus der Perspektive philosophischer Strömungen beleuchtet, die in der Debatte bislang kaum Beachtung fanden – darunter radikale Demokratietheorien, Theorien des Utopismus, Zeitlichkeitsanalysen und kritische Bildungstheorie.

Christof Wolf

Zwischen Illusion und Wirklichkeit. Wachowskis Matrix als filmische Auseinandersetzung mit der digitalen Welt

Beiträge zur Medienästhetik und Mediengeschichte, Bd. 14.

print on demand
2. Auflage 2020
136 Seiten
ISBN: 978-3-939-92610-8
Erhältlich bei Amazon

Das Magazin „Time“ forderte den Oscar „Bester Film“ für „Matrix“, obwohl das traditionelle Hollywood ihn dafür nicht einmal nominiert hatte. Peter Sloterdijk nannte ihn den einzigen philosophisch relevanten Film des Jahres. In den deutschen Kinos war „Matrix“ mehr als nur ein Publikumserfolg. Er entwickelte sich zum Kultfilm einer Fangemeinde, die in ihm ihr Lebensgefühl gespiegelt fand. Was genau macht diesen Film so außergewöhnlich?Christof Wolf geht dieser Frage nach, indem er „Matrix“ einerseits filmhistorisch einordnet, andererseits die zukunftsweisenden Techniken und Innovationen vorführt, nicht zuletzt aber die vielschichtigen Symbole entschlüsselt, in denen die politischen und philosophischen Botschaften des Films transportiert werden.Zwanzig Jahre sind seit dem Erscheinen der schon lange vergriffenen ersten Auflage seines Buches vergangen, doch Wolfs Ausführungen lesen sich im Kontext von KI und Transhumanismus aktueller denn je. Die Grundprobleme und Herausforderungen der KI haben sich nicht verändert. Die „Matrix“ scheint immer noch aktuell zu sein. Viele der darin angesprochenen Themen und Zukunftsvisionen von damals sind heute Realität – was für einen guten Sciencefiction-Film spricht. „Matrix Reloaded“ und „Matrix Revolutions“ waren längst nicht so erfolgreich und schlüssig erzählt wie der erste Teil der Trilogie.

Für die neue Auflage hat Wolf nun das Buch durch eine Analyse der gesamten Trilogie ergänzt und zudem einen englischen Artikel zum Thema eingefügt.

Dominik Finkelde

Logiken der Inexistenz. Figurationen des Realen im Zeitalter der Immanenz

Passagen Verlag, 1. Auflage 2019
172 Seiten
ISBN: 978-3-709-20367-5
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Dinge inexistieren. Objekte tun dies nicht. Sie stehen in einem rationalisierbaren Raum, der von Dingen in seiner Statik unterminiert wird. Im Zeitalter der Immanenz werden die Übermacht der Dinge und die Eigenschaft ihrer Inexistenz zur Bedrohung.

Was Jacques Lacan „das Reale“ nennt, verkörpert eine paradoxe Materialität: Es existiert nicht als klar definierbare Entität, sondern inexistiert – zum Beispiel in Verstörungen und Irritationen unserer symbolischen und imaginären Welten. Autoren wie Walter Benjamin, Sigmund Freud, W. G. Sebald, Martin Heidegger, aber auch zeitgenössische Philosophen wie Graham Harman widmen sich den Formen der Inexistenz und versuchen, Logiken darin zu entdecken. Die genannten Autoren offenbaren eine große Sensibilität dafür, wie sich die Grundstrukturen der Wirklichkeit in Formen kleinster Abweichungen fundamental verkehren können. Wo dies geschieht, markiert eine konstitutive Abwesenheit den dialektischen Umkehrpunkt, von dem aus eine bestimmte Konstruktion von Wirklichkeit ihre verdrängte oder verborgene Wahrheit in Form ihres Gegenteils kennenlernt.

Barbara Schellhammer, Franz Gmainer-Pranzl

Culture – A Life of Learning: Clifford Geertz und aktuelle gesellschaftliche Herausforderungen

Verlag Peter Lang
1. Auflage 2019 (Dezember)
260 Seiten
ISBN: 978-3-631-80511-4
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Informationen zur zugehörigen Veranstaltung an der HFPH

Der US-amerikanische Kulturanthropologe Clifford Geertz (1926–2006), der durch seine Methode der dichten Beschreibung die ethnologische Forschung maßgeblich veränderte und nachhaltig prägte, bezeichnete seine Auseinandersetzung im Rückblick als A Life of Learning. In diesem Band greifen Sozial-, Kultur- und Religionswissenschaftler/innen diesen Gedanken auf, um das Werk Clifford Geertz‘ und die von ihm eingeleitete interpretative Wende zu würdigen und interdisziplinär zu diskutieren. Es ist vor allem Geertz‘ Verständnis von Kultur als Netz von Bedeutungen, das zu einer Weiterentwicklung der Debatte über Migration, Fremdheit, Integration, Interkulturalität und interreligiösen Dialog beiträgt und unterschiedliche Disziplinen befruchtet.

Beiträge von:
Richard A. Shweder, Johannes Müller, Volker Gottowik, Gernot Saalmann, Barbara Schellhammer, Gudrun Schweisfurth, Helmut Danner, Noemi Hermeking, Jörg Scharf, Lutz Ellrich, Michaela Quast-Neulinger, Franz Gmainer-Pranzl, Fred Inglis.

Michael Reder, Alexander Filipovic, Mara-Daria Cojocaru u.a.

Jahrbuch Praktische Philosophie in globaler Perspektive 3 (Schwerpunkt: Moralischer Fortschritt)

Globale Fragen sind auch Fragen der Philosophie

Das Jahrbuch Praktische Philosophie in globaler Perspektive ist ein Forum für Arbeiten aus den Bereichen der Politischen Philosophie, der Moral-, Sozial- und Rechtsphilosophie sowie aus den Nachbardisziplinen (Soziologie, Psychologie, Kultur-, Politik-, Umwelt-, Wirtschafts- und Rechtswissenschaften), die sich dezidiert mit globalen Fragen befassen oder an entsprechende Problemstellungen anschließen.

Band 3 hat den Schwerpunktteil: Moralischer Fortschritt

Mit Beiträgen von

Mara-Daria Cojocaru, Catherine Wilson, Katharina Anna Sodoma, Kristoffer Klement, Hendrik Kempt, Alice Pinheiro Walla, Dietmar Dath, Gottfried Schweiger, Dominic Roser, Philipp von Gall, Alasdair Cochrane

Webseite des Verlags

Barbara Schellhammer

Fremdheitsfähig werden: Zur Bedeutung der Selbstsorge für die Begegnung mit Fremdem

Verlag Karl Alber
1. Auflage 2019
480 Seiten
ISBN: 978-3-495-49098-3
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Neue Wege in der Kulturphilosophie

Ausgangspunkt des Buchs ist die Einsicht, dass die Fremdheitsfähigkeit einer Person und die damit einhergehende Verunsicherung nicht durch den Erwerb von Methoden oder Kompetenzen bzw. durch die typologische Einordnung von Kulturen erworben werden kann. Vielmehr gilt es, so die Kernthese des Buchs, sich angesichts verstörender Fremdheitserfahrungen mit sich selbst zu befassen. Ausgehend von der phänomenologischen Beschreibung der konkreten Situation einer misslungenen Fremdheitserfahrung untersucht Barbara Schellhammer Motive der Selbstsorge in der Begegnung mit Fremdem. Dabei spielen u.a. zwischenleibliche Körpererfahrungen und die Kultur als Praxis sinnstiftender Verortung eine besondere Rolle.

Rezension von Prof. Rüdiger Funiok (2021, polylog)

Andreas Gösele, Michael Reder, Johannes Wallacher u.a.

Umweltethik: Eine Einführung in globaler Perspektive

Kohlhammer; 1. Auflage 2019
156 Seiten
ISBN: 978-3-17-031467-2
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Der Umgang mit der Umwelt ist in den vergangenen Jahren zu einem zentralen Thema in Wissenschaft und Gesellschaft geworden. Nicht nur die Debatten um Nachhaltigkeit, sondern auch die vielen konkreten (globalen) Herausforderungen wie der Umgang mit Ressourcen oder dem Klimawandel bringen dies deutlich zum Ausdruck. Der Band verortet die sich ergebenden Fragestellungen auf vier unterschiedlichen Ebenen: Umweltethische Grundlagenforschung; Umweltethik und das Feld des Politischen und Rechtlichen; Ökologische Herausforderungen und ihre ethische Dimension; Kulturelle Dimensionen der Umweltethik. Ein Blick auf Perspektiven für eine zukünftige Umweltethik schließt den Band ab.

Autoren:
Prof. Dr. Michael Reder, Dr. Andreas Gösele SJ und Prof. Dr. Dr. Johannes Wallacher lehren an der Hochschule für Philosophie München. Dr. Lukas Köhler ist Mitglied des Deutschen Bundestages und Sprecher für Klimapolitik der FDP Bundestagsfraktion.

Barbara Schellhammer

An Konflikten wachsen. Konflikt-Coaching und die Sorge um sich selbst.

Beltz Verlag, 1. Auflage 2019
176 Seiten (E-Book inside)
ISBN: 978-3-407-36683-2
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Konflikt-Coaching vollzieht sich stets in der Spannung zwischen Professionalität und Intuition, zwischen Technik und Begegnung. Beides ist wichtig, doch meistens wird dem Konflikt-Coaching als strukturiertes Verfahren und klar definierten Kommunikationstechniken mehr Gewicht beigemessen als der Sorge um sich selbst. Gerade sie ist jedoch nötig, um in emotional aufgeheizten Momenten dem anderen gelassen begegnen und zuhören zu können.
Das Buch leistet einen interdisziplinären Beitrag zur theoretischen Fundierung des Konflikt-Coachings, der zugleich immer praktisch relevant ist. Dabei bezieht es sich auf verschiedene Philosophien der Selbstsorge, auf psychologische Implikationen der Selbstkultivierung und auf neurophysiologische Erkenntnisse. Basierend auf der Einsicht, dass Konflikte immer auch eine Chance darstellen, kulturell unterschiedlich wahrgenommen werden und in narrative Prozesse eingespannt sind, präsentiert das Buch ein eigenes Konflikt-Coaching Modell: P.A.C.E.

Stefan Bauberger

Glück ohne Ratgeber. Eine Philosophie des Gelingens

Verlag Herder, 1. Auflage 2019
160 Seiten
ISBN: 978-3-451-38448-6
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Wir Menschen sind immer auf der Suche nach Glück – und glauben es heutzutage immer häufiger nur mit Hilfe von Ratgebern finden zu können. Stefan Bauberger, Jesuit, Naturwissenschaftler und Zen-Meister in einer Person, sieht diesen Glückswahn kritisch. In seinem klugen Buch erklärt er, warum es oft besser ist, seinem Glück nicht zwanghaft hinterherzurennen und gerade deshalb zu einem erfüllteren Leben zu finden.

Bauberger greift auf sein fundiertes Wissen aus der christlichen und fernöstlichen Spiritualität sowie seine praktische Erfahrung als Meditationslehrer zurück. Er schreibt über sinnentleerte Wellness-Spiritualität und warum man das Glück viel eher ohne teure Ratgeber findet. Für ihn bedeutet Glück, etwas Besonderes zu sein – und nicht das krampfhafte Anhäufen von Erfahrungen und vermeintlichen Glücksmomenten. Auch wenn solche Momente wichtig sind – und Bauberger beschreibt auch, wie man sie finden kann – kann einen das Klammern daran nie zum wahren Glück führen.

„Spirituelle Traditionen bereichern den Glückssucher, aber gleichzeitig können sie auch vom Eigentlichen wegführen, wenn sie äußerlich bleiben“, so der Autor. In seinem Buch beschriebt Bauberger, was hinter dem Glückswahn steckt und wie wir den Weg heraus aus der Glücksfalle finden.

Georg Sans, Axel Hutter u.a.

Zeit - Sprache - Gott

Kohlhammer Verlag, 1. Auflage 2019
349 Seiten
ISBN: 978-3-17-034988-9
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Der Band bringt in zwei Teilabschnitten Religionsphilosophen der analytischen Tradition mit Vertretern des kontinentalen Denkens in ein Gespräch darüber, inwiefern Zeitlichkeit und Sprachlichkeit unsere Vorstellung von Gott bestimmen. Die Beiträge des ersten Teils nehmen Anselm von Canterburys "Proslogion" zum Ausgangspunkt, um sich dem Verhältnis zwischen Zeit und Ewigkeit anzunähern. Die Beiträge des zweiten Teils gehen von Franz Rosenzweigs Programmschrift "Das neue Denken" aus, um die Frage nach der Sprachlichkeit des Zugangs zu Gott zu erörtern.

Prof. Dr. Axel Hutter ist Ordinarius für Philosophie an der LMU München. Prof. Dr. Georg Sans SJ bekleidet den Eugen-Biser-Stiftungslehrstuhl und ist Leiter des Instituts für Religionsphilosophie (IRP) an der Hochschule für Philosophie München.

Mit Beiträgen von:
Döhn, Raphael / Evers, Dirk / Grössl, Johannes / Gäb, Sebastian / Hindrichs, Gunnar / Koch, Anton F. / Leftow, Brian / Mandrella, Isabelle / Martin, Christian / Meixner, Uwe / Ostritsch, Sebastian / Pollock, Benjamin / Schäfer, Jakob / Steinmann, Jan Juhani / Tapp, Christian / Tegtmeyer, Henning / Welz, Claudia

Christof Wolf, Alexander Buck, Monika Gatt u.a.

Cautela! Prävention stärken - Heilung fördern

München 2018, 151 Seiten & DVD
ISBN 978-3-943135-96-1
www.cautela.de

„Cautela!* Prävention stärken - Heilung fördern“ ist ein differenziertes Lernprogramm, das für Themen wie Missbrauch und Mobbing sensibilisieren und so mithelfen will, die Würde und Unversehrtheit junger Menschen zu schützen. Um Kinder und Erwachsene auf einer emotionalen Ebene zu erreichen, nutzt es die spezifischen Möglichkeiten von Filmen. Das ist erfolgreicher als ein rein text-basierter Lernansatz.

Das Programm besteht aus drei Filmen – je einem für Kinder, für Lehrkräfte und für Eltern – sowie einem Arbeitsbuch. Es richtet sich vorab an Lehrerinnen und Lehrer, sind doch die Schulen die größte Schnittstelle zu den Kindern und Eltern. Natürlich kann Cautela! auch außerhalb der Schule, etwa in den Diözesen oder anderen Institutionen, die Präventionsarbeit leisten wollen, eingesetzt werden. Das Cautela!-Projekt ist in Zusammenarbeit mit dem Pater-Rupert-Mayer-Gymnasium in Pullach entstanden, und die Filme wie auch das Arbeitsbuch sind in der Praxis getestet worden.

Das Arbeitsbuch können Sie mit den zugehörigen Filmen bestellen unter: https://www.cautela.de/shop.html

 

Johannes Herzgsell, Janez Percic

Major Jesuit Thinkers

Verlag Ferdinand Schöningh; Auflage: 2019
135 Seiten
ISBN: 978-3506788924

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"With a tradition of almost five hundred years the Jesuit order has repeatedly produced original thinkers from various fields, thus enriching Western culture.

This book introduces eight Jesuit thinkers: Francisco Suárez, Baltasar Gracián, Teilhard de Chardin, Henri de Lubac, Bernard Lonergan, Karl Rahner, Oswald von Nell-Breuning und Michel de Certeau. They succeeded in their own time by absorbing the discoveries and developments of modern philosophy and science in order to reconcile them with the Christian tradition. In this way, they have made Christianity understandable and attractive to modern man.
Their contributions in the humanities, natural sciences and social sciences are also important for questions and problems of the present and remain a source of inspiration."

Johannes Herzgsell

Gott über uns – Gott unter uns – Gott in uns: Philosophische, theologische und spirituelle Annäherungen an Gott

Alber Verlag, Freiburg/München 2018. 576 Seiten

ISBN/EAN: 978-3-495-48945-1

Online-Auftritt und Bezugsmöglichkeiten

Das Buch legt in geschichtlicher Reihenfolge dar, wie sich herausragende Denker des Abendlandes Gott geistig und geistlich angenähert haben und wer für sie Gott im Wesentlichen war.

So war für die antiken Philosophen Platon und Plotin das Göttliche vor allem das Gute, Schöne oder Eine. Als christliche Denker suchten dann im Früh- und Hochmittelalter Augustinus, Richard von St. Viktor und Thomas von Aquin auf je eigene Weise die Dreieinheit Gottes zu erklären. Am Beginn der Neuzeit endete die lebenslange Suche des Nikolaus von Kues nach dem angemessensten Gottesbegriff schließlich beim "Können selbst". In der Neuzeit erfuhr Teresa von Avila Gott als das Innerste ihrer Seele, während ihr Ordensbruder Johannes vom Kreuz Gott als lebendige Liebesflamme erlebte. In seinen "Meditationen" bestimmte Descartes Gott als das vollkommenste Wesen. Wiederum dem dreieinen Gott näherte sich Hegel mit seiner spekulativen Lehre vom Reich des Vaters, des Sohnes und des Geistes. Für Hans Urs von Balthasar war im 20. Jh. das stellvertretende Leiden des Gottessohnes für uns Menschen von entscheidender Bedeutung. Im selben Zeitraum verstand Karl Rahner Gott primär als das heilige Geheimnis.

Anhand eines Hauptwerkes oder mehrerer Werke wird jeweils der Weg oder ein Weg dieser Denker zu Gott nachgezeichnet. Außerdem werden mithilfe neuerer angelsächsischer Diskussionen einige Eigenschaften Gottes erörtert: sein Schöpfertum sowie seine Allmacht, Allwissenheit und Ewigkeit.

Michael Reder, Alexander Filipovic, Johannes Wallacher u.a.

Jahrbuch Praktische Philosophie in globaler Perspektive 2 (Schwerpunkt: "Natur" als Bezugspunkt der praktischen Philosophie)

Globale Fragen sind auch Fragen der Philosophie

Das Jahrbuch Praktische Philosophie in globaler Perspektive ist ein Forum für Arbeiten aus den Bereichen der Politischen Philosophie, der Moral-, Sozial- und Rechtsphilosophie sowie aus den Nachbardisziplinen (Soziologie, Psychologie, Kultur-, Politik-, Umwelt-, Wirtschafts- und Rechtswissenschaften), die sich dezidiert mit globalen Fragen befassen oder an entsprechende Problemstellungen anschließen.

Band 2 hat den Schwerpunktteil: "Natur" als Bezugspunkt der praktischen Philosophie.

Mit Beiträgen von

Michael Reder, Theda Rehbock, Agata Maksymczak, Tobias Müller, Klaus Viertbauer, Hauke Behrendt, Catrin Misselhorn, Florian Heusinger von Waldegge, Kerstin Weich, Stefan Lorenz Sorgner, Angela Kallhoff, Otfried Höffe, Nejma Tamoudi, Simon Faets, Charlotte E. Blattner, Elena Ziliotti

Webseite des Verlags

Michael Reder

Philosophie pluraler Gesellschaften

Verlag Kohlhammer Verlag
1. Auflage 2018
188 Seiten
ISBN: 978-3-17-031009-4
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Der Mensch ist ein soziales Wesen und in viele soziale Prozesse eingebunden. Die Sozialphilosophie beschäftigt sich mit diesen unterschiedlichen Formen und Strukturen menschlichen Zusammenlebens. Dabei fragt sie nach überzeugenden Deutungen des Menschen in seinem Verhältnis zu gesellschaftlichen, politischen und kulturellen Prozessen.

Der Band erklärt sozialphilosophische Theorien in diesen Feldern anhand von Binaries, d.h. von Grundspannungen der Sozialphilosophie. Dabei werden zentrale Theoriestränge einander gegenübergestellt und gleichzeitig wichtige Autor*innen und Werke dieser Disziplin vorgestellt. Die Binaries führen den Leser*innen die theoretischen Grundentscheidungen der Sozialphilosophie vor Augen und befähigen dazu, eine eigene Positionierung zu entwickeln. Die systematischen Überlegungen zu den Binaries werden zudem an konkreten gesellschaftlichen Entwicklungen verdeutlicht.

 

Georg Sans

Philosophische Gotteslehre

Grundkurs Philosophie, Bd. 23
ISBN: 978-3-17-032561-6
144 Seiten

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Der Glaube an Gott und unser Wissen über Gott lassen sich nicht sinnvoll voneinander trennen. Das Buch fragt nach Vernunftgründen für die Annahme der Existenz Gottes und bemüht sich um eine begriffliche Klärung des Verhältnisses zwischen Gott und Welt. Dabei stößt es auf das Problem des Übels als die Klippe jeder philosophischen Theologie. Nur im Nachdenken über die religiöse Beziehung des Menschen zu Gott lässt sich das göttliche Wesen genauer bestimmen. Indem die Gotteslehre Anleihen bei der Religionsphilosophie macht, kann sie Gott als in sich selbst personal erweisen.

Godehard Brüntrup

Philosophie des Geistes

Verlag Kohlhammer
1. Auflage, Stuttgart 2018, 205 Seiten
Grundkurs Philosophie, Bd. 22
ISBN / Artikel-Nr: 978-3-17-034036-7
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Fortschritte in den empirischen Wissenschaften geben uns heute mehr Einblicke in das Verhältnis von Körper und Geist als je zuvor. Dennoch widersetzt sich das Leib-Seele-Problem einer schnellen Lösung durch die empirische Forschung. Man stößt bald auf tiefe und hartnäckige philosophische Fragen: Wie weit reicht die Unabhängigkeit des Geistes vom Körper? Sind Gehirn und Geist identisch? Kann der Geist in der Welt etwas bewirken? Die Philosophie kann zur Beantwortung solcher Fragen einen genuinen Beitrag leisten. So gibt diese komplett überarbeitete Neuauflage des Bandes "Das Leib-Seele-Problem" einen Überblick über die aktuellen Debatten in der Philosophie des Geistes. Auf systematische Weise wird eine "Landkarte" der wichtigsten Positionen und Argumente gezeichnet und so die Orientierung wesentlich erleichtert. Das Schlusskapitel hinterfragt die kartesischen Voraussetzungen der aktuellen Debatte und versucht einen alternativen Lösungsweg aufzuzeigen.

Prof. Dr. Godehard Brüntrup SJ ist Inhaber des Erich-Lejeune-Stiftungslehrstuhls an der Hochschule für Philosophie München. Seit Jahrzehnten lehrt er auch an führenden Universitäten in den USA. Sein Forschungsschwerpunkt liegt auf der Philosophie des Geistes und der philosophischen Handlungstheorie.


Advances in the empirical sciences are today giving us greater insights into the relationship between body and mind than ever before. Despite this, the mind&body problem is resisting rapid solution through empirical research. One soon encounters deep and intractable philosophical questions: To what extent is the mind independent of the body? Are the brain and the mind identical? Can the mind have effects in the world? Philosophy is able to make a genuine contribution to the answering of questions such as these. This fully revised new edition of the volume The Mind&Body Problem provides an overview of current debates in the philosophy of mind. A ?map= of the most important positions and arguments is systematically outlined, making orientation much easier. The final chapter questions the Cartesian premises of the current debate and attempts to indicate an alternative approach.

Prof. Godehard Brüntrup SJ holds the Erich Lejeune Foundation Chair at the Munich School of Philosophy. He has also taught at leading universities in the United States for several decades. His research focuses on the philosophy of mind and theory of action.