Einladung – Filmpräsentation über Abschlusstagung des Forschungsprojekts zur sexuellen Selbstbestimmung von Menschen mit geistiger Behinderung

München, 12.01.2024 – Die Hochschule für Philosophie München (HFPH) präsentiert am 19.01.2024 einen filmischen Tagungsband, der bei der Abschlusstagung des zweijährigen interdisziplinären Forschungsprojekts „Zwischen sexueller Selbstbestimmung und sexueller Gewalt bei Menschen mit sog. geistiger Behinderung (SeBi)“ entstanden ist. Das Projekt wurde in Kooperation der Professur für Intercultural Social Transformation (IST) der HFPH mit dem Christlichen Sozialwerk Dresden (CSW) und dem Interdisziplinären Wissenschaftlichen Zentrum Medizin-Ethik-Recht der Universität Halle-Wittenberg durchgeführt.

Geschehnisse, Erkenntnisse und Forderungen der Abschlusstagung im Fokus

Am 23./24. Juni 2023 fand die inklusive Abschlusstagung des Forschungsprojekts statt, welche filmisch begleitet wurde. Der entstandene Film wird am 19.01.2024 ab 18:00 Uhr in der Hochschule für Philosophie München gezeigt, um die Ergebnisse des Projekts zu bündeln und zu besprechen. Die Veranstaltung ist explizit auf die Teilnahme von Betroffenen und Vertreter*innen deren Einrichtungen ausgerichtet.

19.01.2024, 18:00 Uhr

Ge-/Be-hinderte Sexualität. Zur schwierigen Balance zwischen Ermöglichung und Schutz

Ablauf:

  • Filmpräsentation: 45-minütige Dokumentation und
    Zusammenfassung der Tagung
  • Austausch über das Gesehene und Erlebte
  • Sinnlich-musikalischer Ausklang

Ort: Hörsaal der HFPH (Kaulbachstraße 31, 80539 München)

Um Anmeldung unter jochanah.mahnke@hfph.de wird gebeten.

Forschungsprojekt: Aufeinandertreffen ethischer, rechtlicher und praktischer Herausforderungen

„Die Themen ‚geistige Behinderung‘ und ‚Sexualität‘ sind auch für die Philosophie eine besondere Herausforderung. In dem Forschungsprojekt ‚SeBi‘ haben wir uns dieser Herausforderung gestellt. Das Projekt sollte den Dialog mit den Menschen eröffnen, um die es bei diesen Themen geht, deren Stimmen in Fragen der Sexualität bis dato jedoch ungehört blieben. Wenn wir die Tagung bei der Präsentation des Films Revue passieren lassen, soll der Dialog zwischen den Betroffenen und der Wissenschaft weiter fortgeführt werden – auch um gesellschaftspolitisch Veränderung zu bewirken“, erläutert Prof. Dr. Barbara Schellhammer, Professorin für Intercultural Social Transformation und Leiterin des Zentrums für Globale Fragen (ZGF) an der HFPH.

Das Forschungsprojekt ‚SeBi‘ untersuchte den schwierigen Balanceakt von sexueller Selbstbestimmung bei Menschen mit sog. geistiger Behinderung zwischen Ermöglichung und Schutz. Die Extreme an beiden Enden führen zu Formen der Gewalt: zur Missachtung sexueller Bedürfnisse einerseits und zu sexuellen (Peer-)Übergriffen andererseits. Beides wird gesellschaftlich tabuisiert und stellt Betreuer*innen vor enorme ethische, rechtliche und praktische Herausforderungen. Eine wissenschaftliche Auseinandersetzung im philosophischen und christlichen Kontext stellt darüber hinaus eine Besonderheit dar.

Weitere Informationen

Website der Veranstaltung: www.hfph.de/sebi-film

Website des Forschungsprojekts „SeBi“: www.hfph.de/sebi

Website des Lehrstuhls für Intercultural Social Transformation (IST): www.hfph.de/ist  

Website von Prof. Dr. Barbara Schellhammer: www.hfph.de/schellhammer

Pressefoto von Prof. Dr. Barbara Schellhammer: www.hfph.de/pressefoto-schellhammer  

 

An der Hochschule für Philosophie München (HFPH) stellen sich Lehrende und Studierende seit fast 100 Jahren gemeinsam den großen gesellschaftlichen Herausforderungen der Gegenwart und Zukunft. Wir bilden Menschen in Philosophie aus, damit sie komplexe Zusammenhänge kritisch erfassen können und Orientierung in den existenziellen Fragen des Menschseins gewinnen. Das Studienangebot der vom Jesuitenorden getragenen und staatlich anerkannten Hochschule umfasst Studiengänge in Philosophie mit den Abschlüssen Bachelor, Master und Promotion ebenso wie berufsbegleitende Weiterbildungsstudiengänge mit Zertifikat oder Master-Abschluss. Im Zentrum des Münchner Universitätsviertels zeichnet sich die Hochschule durch ein sehr persönliches Betreuungsverhältnis, familiäre Atmosphäre sowie inter- und transdisziplinären Austausch aus. Die Hochschule ist ein Ort des Dialogs und der Debatte, der auch über die Wissenschaft hinaus in die Gesellschaft hineinwirkt. www.hfph.de

 

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