Wie sind Sie zu Jesuit Worldwide Learning gekommen und was begeistert Sie bis heute an Ihrer Arbeit?
Ich habe neben Philosophie auch einige Semester Nahostwissenschaften studiert und mich dabei intensiver mit der Region Kurdistan und dem Irak beschäftigt. Um meine theoretischen Kenntnisse durch praktische Erfahrungen vor Ort zu vertiefen, habe ich mich auf die Suche nach einer Möglichkeit gemacht, in der Region zu arbeiten. Durch Professor Johannes Wallacher bin ich schließlich auf Jesuit Worldwide Learning aufmerksam geworden, das damals gerade als neues Werk der ECE gegründet worden war. Das Konzept, hochwertige Hochschulbildung auch Menschen zugänglich zu machen, die sonst kaum Zugang dazu hätten, hat mich sofort begeistert. So habe ich mich für ein Praktikum in der Region Kurdistan beworben.
Was mich bis heute an meiner Arbeit begeistert, sind vor allem die Studierenden selbst. Die Begegnungen und der Austausch mit ihnen sind unglaublich bereichernd und inspirierend. Ich erlebe immer wieder, mit wie viel Motivation, Durchhaltevermögen und Leidenschaft sie ihren Bildungsweg verfolgen – oft unter sehr schwierigen Bedingungen. Da wird nach einem zwölfstündigen Arbeitstag noch gelernt, nachts werden Aufgaben erledigt, manchmal ohne Strom und unter Umständen, die wir uns hier kaum vorstellen können. Zu sehen, mit welcher Entschlossenheit die Studierenden dennoch an ihren Zielen festhalten, beeindruckt mich zutiefst.
Für Menschen, die JWL noch nicht kennen: Was genau macht die Organisation und wen möchte sie erreichen?
JWL bietet zusammen mit Partneruniversitäten Hochschulbildung dort an, wo junge Menschen normalerweise keinen Zugang zu einem Studium haben: Also z.B. in Flüchtlingslagern in Kenia oder Irak, in indigenen Gemeinschaften im Amazonas oder auf den Philippinen, in Konflikt oder Postkonfliktregionen wie Syrien oder Myanmar und dort wo Gemeinschaften ökonomisch ausgebeutet werden, wie z.B. in den Teeplantagen in Sri Lanka.
Gemeinsam mit unseren Partneruniversitäten schaffen wir Bildungsangebote, die auf die Lebensrealitäten dieser Menschen zugeschnitten sind. Dafür nutzen wir ein sogenanntes Blended-Learning-Modell, das digitale und persönliche Lernformen miteinander verbindet. Die Studierenden sind regulär an einer unserer Partneruniversitäten eingeschrieben und erhalten über die JWL-Lernplattform Zugang zu den akademischen Inhalten. Gleichzeitig sind sie an ein lokales Lernzentrum angebunden. Dort werden sie von Tutor*innen begleitet, können Fragen klären und treffen sich regelmäßig mit anderen Studierenden zum gemeinsamen Lernen und Austausch.

Was bedeutet es praktisch, Hochschulbildung an Orte zu bringen, an denen ein reguläres Studium kaum möglich ist?
Hochschulbildung an Orte zu bringen, an denen ein reguläres Studium kaum möglich ist, bedeutet vor allem, unsere eigenen Vorstellungen davon zu hinterfragen, wie Bildung eigentlich funktioniert. Wir müssen uns immer wieder bewusst machen, welche Ausschlussmechanismen es gibt und von welchen Voraussetzungen wir normalerweise ausgehen.
Das beginnt schon bei der technischen Infrastruktur. Viele unserer Studierenden haben zu Hause weder durchgehend Strom noch eine stabile Internetverbindung. Deshalb müssen wir unsere Lernplattform so gestalten, dass sie auch unter diesen Bedingungen funktioniert: mit einem möglichst geringen Datenverbrauch und der Möglichkeit, Lerninhalte herunterzuladen und offline zu nutzen. Gleichzeitig stehen vor Ort häufig nur ältere Geräte zur Verfügung. Unsere Plattform und unsere App müssen deshalb auch auf diesen Geräten zuverlässig funktionieren – anders als viele digitale Angebote, die sich an den neuesten technischen Standards orientieren.
Eine weitere Herausforderung ist, dass viele unserer Studierenden zum ersten Mal einen Computer nutzen, wenn sie sich bei JWL bewerben. Wir können also nicht einfach voraussetzen, dass sie bereits über digitale Kompetenzen verfügen, sondern müssen sie Schritt für Schritt dabei unterstützen, diese zu entwickeln.
Wichtig ist mir dabei, dass wir diese unterschiedlichen Ausgangsbedingungen nicht mit den akademischen Kompetenzen der Studierenden verwechseln. Wenn jemand zum ersten Mal einen Computer benutzt oder keinen zuverlässigen Internetzugang hat, sagt das zunächst einmal nichts über die Fähigkeit aus, wissenschaftlich zu arbeiten, komplexe Zusammenhänge zu verstehen oder ein Studium erfolgreich zu absolvieren. Unsere Aufgabe ist es, die Rahmenbedingungen so zu gestalten, dass die Studierenden ihre akademischen Fähigkeiten entfalten können – unabhängig davon, welche technischen oder infrastrukturellen Voraussetzungen sie mitbringen.
JWL feiert dieses Jahr sein zehnjähriges Bestehen. Wenn Sie auf diese Zeit zurückblicken, worauf sind Sie besonders stolz?
Besonders stolz bin ich darauf, wie viele Menschen wir in den vergangenen zehn Jahren gemeinsam mit unseren Partnern erreichen konnten – und darauf, dass wir dabei immer wieder gezeigt haben, dass hochwertige Hochschulbildung auch unter sehr schwierigen Bedingungen möglich ist.
Was mich besonders freut, ist, dass JWL nicht einfach ein Bildungsangebot bereitstellt, sondern gemeinsam mit den lokalen Gemeinschaften wächst. Unsere Studierenden und Alumni übernehmen zunehmend selbst Verantwortung für die Lernzentren und werden zu wichtigen Akteuren ihrer Gemeinschaften. Das zeigt, dass Bildung nicht nur individuelle Lebenswege verändert, sondern auch gesellschaftliche Entwicklungen anstoßen kann.
Aus einem Bildungsangebot für zunächst 250 Geflüchtete ist ein internationales Netzwerk mit knapp 50.000 Lernenden geworden. Was war entscheidend für diese Entwicklung? Alternativ: Wie konnte das gelingen?
Ich glaube, entscheidend für diese Entwicklung war vor allem das Vertrauen in die Menschen vor Ort. Wie es Isaac, ein JWL-Alumnus aus dem Kakuma-Flüchtlingslager, treffend formuliert hat: „Believe in us and we can do it.“
JWL wäre ohne seine zahlreichen Partner nicht möglich. Wir sind keine traditionelle internationale NGO, die überall eigene Lernzentren auf“baut“ und betreibt.
Unser Modell lebt davon, dass unterschiedliche Menschen und Organisationen ihre jeweiligen Stärken einbringen. Die Studierenden und Gemeinschaften vor Ort sind dabei nicht einfach Empfänger eines Bildungsangebots, sondern tragen JWL aktiv mit.
Sie kümmern sich um die Lernzentren, stellen Tutor*innen und schaffen die Gemeinschaft, in der Lernen möglich wird. Dabei arbeiten wir mit institutionellen Partnern wie dem Jesuiten-Flüchtlingsdienst (JRS) oder dem Netzwerk Fe y Alegría zusammen. Viele unserer Lernzentren sind in Jesuitenzentren oder anderen sozialen Einrichtungen angesiedelt. Immer häufiger werden sie aber auch direkt von Studierenden oder Alumni geleitet. Ich denke, genau darin liegt ein wesentlicher Schlüssel für unser Wachstum.
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„Wir bringen nicht einfach ein fertiges Modell an einen neuen Ort, sondern entwickeln es gemeinsam mit den Menschen vor Ort weiter. So entsteht ein Netzwerk, das von den Gemeinschaften selbst getragen wird und weit über das hinausgeht, was eine einzelne Organisation leisten könnte.“
Gibt es eine Begegnung mit einer Studentin oder einem Studenten, die Ihnen besonders in Erinnerung geblieben ist und die zeigt, was Bildung verändern kann?
Eine Begegnung, die mir besonders in Erinnerung geblieben ist, ist die mit Christine aus Erbil. Sie ist 2018 mit ihrer Familie aus Damaskus nach Erbil geflohen. Für sie schien ein Studium zunächst kaum möglich: Als Geflüchtete konnte sie auch aufgrund ihrer fehlenden Kurdischkenntnisse nicht an einer staatlichen Universität studieren, und die englischsprachigen Studiengänge an privaten Universitäten waren für ihre Familie finanziell nicht möglich.
Über JWL konnte Christine schließlich einen Bachelor in Sustainable Development absolvieren. Das Wissen, das sie sich während ihres Studiums angeeignet hat, und ihr internationaler Hochschulabschluss haben ihr beruflich ganz neue Türen geöffnet. Heute arbeitet sie als Cluster Sales Managerin für eine große internationale Hotelkette. Sie konnte ihren Flüchtlingsstatus aufgeben und ist inzwischen in der Lage, sich selbst und ihre Familie zu ernähren.
Ihre Familie hatte sich ursprünglich für ein Resettlement beworben, und Christine hatte die Hoffnung auf ein eigenes Studium bereits aufgegeben. Heute führt sie ein selbstbestimmtes Leben und gestaltet ihre Zukunft selbst.
Ihre Geschichte zeigt für mich sehr eindrücklich, was Bildung bewirken kann. Es geht nicht nur um einen Abschluss oder bessere berufliche Perspektiven. Es geht um die Möglichkeit, das eigene Leben in die Hand zu nehmen, Verantwortung zu übernehmen und neue Zukunftsperspektiven zu entwickeln – auch dann, wenn die ursprünglichen Lebensumstände das kaum erwarten lassen.
Welche Herausforderungen begegnen Ihnen bei der Bildungsarbeit in Krisen- und Konfliktregionen am häufigsten?
Wie bereits erwähnt, begegnen uns zunächst sehr unterschiedliche akademische und digitale Voraussetzungen sowie eine oft unzureichende Infrastruktur. Viele Studierende müssen erst grundlegende digitale Kompetenzen erwerben und haben zu Hause weder eine stabile Internetverbindung noch eine zuverlässige Stromversorgung.
Hinzu kommt die enorme Mehrfachbelastung: Viele unserer Studierenden arbeiten, kümmern sich um ihre Familien und versuchen, neben all diesen Verpflichtungen ein Studium zu absolvieren. Dafür braucht es nicht nur viel Motivation, sondern auch ein hohes Maß an Flexibilität von unserer Seite.
Nicht zuletzt sind es die unsicheren Lebensbedingungen, die das Lernen erschweren. Diese Unsicherheit kann viele Gesichter haben: bewaffnete Konflikte, autoritäre Regime, Hunger oder klimabedingte Umweltveränderungen, die Menschen ihre Lebensgrundlage nehmen.
Anfang dieses Jahres war ich selbst im Irak, als der Krieg zwischen den USA und dem Iran begann. Ich konnte dort zumindest ein wenig erahnen, was es bedeutet, unter solchen Umständen zu leben. Wenn man täglich Explosionen hört, die so laut sind, dass Gebäude beben und Fensterscheiben beinahe zerspringen, ist es kaum vorstellbar, sich auf ein Studium zu konzentrieren.
Für viele unserer Studierenden ist diese Unsicherheit jedoch keine vorübergehende Erfahrung, sondern Teil ihres Alltags. Umso mehr beeindruckt mich, dass sie dennoch an ihrem Bildungsweg festhalten.
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„Anfang dieses Jahres war ich selbst im Irak, als der Krieg zwischen den USA und dem Iran begann. Ich konnte dort zumindest ein wenig erahnen, was es bedeutet, unter solchen Umständen zu leben.“
Was bedeutet der Zugang zu einem Studium insbesondere für junge Menschen, deren Alltag von Konflikten oder Unsicherheit geprägt ist?
Für junge Menschen, deren Alltag von Konflikten oder Unsicherheit geprägt ist, bedeutet der Zugang zu einem Studium weit mehr als die Möglichkeit, einen akademischen Abschluss zu erwerben. Bildung gibt ihnen Hoffnung und eröffnet eine Perspektive für die Zukunft – gerade dann, wenn vieles im eigenen Leben ungewiss ist.
Ein Studium bietet zugleich eine konstruktive und sinnvolle Beschäftigung. Es schafft einen Raum, in dem junge Menschen ihre Fähigkeiten entdecken und weiterentwickeln können, in dem sie Anerkennung erfahren und Selbstbewusstsein gewinnen. Sie erleben, dass sie etwas erreichen können und dass ihre Zukunft nicht allein durch die schwierigen Umstände bestimmt wird, in denen sie leben.
Bildung ermöglicht es Menschen, über ihre gegenwärtige Situation hinauszublicken und wieder Vertrauen in die eigenen Möglichkeiten zu entwickeln.
Gibt es etwas, das die Studierenden vor Ort Ihnen persönlich beigebracht haben?
Von unseren Studierenden habe ich vor allem zwei Dinge gelernt: zu teilen, auch wenn man selbst kaum etwas hat, und sich von schwierigen Lebensumständen nicht entmutigen zu lassen.
Wenn ich Zeit mit unseren Studierenden verbringe, werde ich oft zum Essen eingeladen – selbst dann, wenn die Menschen eigentlich kaum genug für sich selbst haben. In Khanke, einem jesidischen Binnenvertriebenenlager im Irak, leben viele Familien seit 2014 in Zelten. Oft teilen sich zehn bis fünfzehn Menschen zwei Zelte und eine Toilette. Und trotzdem begegnen sie mir mit einer unglaublichen Gastfreundschaft. Sie teilen das Wenige, das sie haben, nicht aus Pflichtgefühl, sondern weil es ihnen wirklich Freude bereitet, Gäste willkommen zu heißen. Das berührt mich jedes Mal aufs Neue.
Gleichzeitig beeindruckt mich die Resilienz unserer Studierenden. Sie wollen lernen und ihre Zukunft gestalten, selbst wenn die Umstände scheinbar aussichtslos sind. Von ihnen habe ich gelernt, dass Hoffnung nichts Selbstverständliches ist. Sie entsteht dort, wo Menschen daran glauben, dass Veränderung möglich ist, und selbst dazu beitragen wollen.
Die HFPH ist langjähriger Partner von JWL. Welche Bedeutung hat diese Kooperation für Ihre Arbeit?
Die Kooperation mit der HFPH ist für JWL in mehrfacher Hinsicht wertvoll. Der Leitspruch der Hochschule, „Denken lernen, Orientierung geben“, passt auch sehr gut zu unserem Bildungsverständnis: Es geht nicht nur darum, Wissen zu vermitteln, sondern Menschen zu befähigen, kritisch zu reflektieren, eigene Standpunkte zu entwickeln und vor allem danach zu handeln.
Die HFPH engagiert sich ganz konkret in der Lehre und ist auch an der Bereitstellung von Kurse für unsere Studierenden beteiligt. Gemeinsam haben wir auch ein eigenes Programm entwickelt: Das Weiterbildungsprogramm Ethics of Intercultural Dialogue (EID). Es richtet sich an Menschen, die sich in einer globalisierten Welt mit komplexen ethischen Herausforderungen auseinandersetzen – etwa in Bildung, NGOs, Kirchen, Politik oder Sozialarbeit. Im Mittelpunkt stehen die philosophische Reflexion ethischer Fragen und die Kompetenz, interkulturelle Dialoge zu gestalten. Durch die Zusammenarbeit mit JWL richtet sich das Programm ausdrücklich auch an Menschen, die aufgrund ihrer Lebensumstände häufig vom Zugang zu solchen Bildungsangeboten ausgeschlossen sind.
Für mich persönlich hat diese Partnerschaft noch eine weitere Bedeutung: Es ist schön und wichtig zu erleben, dass die Hochschule, an der ich selbst studiert habe, sich glaubwürdig für einen gleichberechtigten Zugang zu Hochschulbildung einsetzt.
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„Es geht nicht nur um einen Abschluss oder bessere berufliche Perspektiven. Es geht um die Möglichkeit, das eigene Leben in die Hand zu nehmen, Verantwortung zu übernehmen und neue Zukunftsperspektiven zu entwickeln.“
Sie haben selbst Philosophie an der HFPH studiert. Inwiefern beeinflusst dieses Studium Ihre heutige Arbeit, etwa im Umgang mit interkulturellen Herausforderungen?
Mein Philosophiestudium hat mich auf vielfältige Weise geprägt. Für meine heutige Arbeit möchte ich besonders zwei Aspekte hervorheben.
Zum einen hilft es mir ganz konkret im Umgang mit interkulturellen Herausforderungen, etwa in der Zusammenarbeit mit unseren Lernzentren im Irak.
Philosophie hat mich gelehrt, die eigenen Vorannahmen immer wieder zu hinterfragen und die eigene Perspektive nicht als selbstverständlich oder einzig richtig zu betrachten.
Sie eröffnet die Möglichkeit, sich auf andere Denkweisen und Lebensrealitäten einzulassen und ein tieferes Verständnis für das Gegenüber zu entwickeln. Gerade in der interkulturellen Zusammenarbeit ist diese Offenheit für mich entscheidend.
Zum anderen prägt mich die philosophische Auseinandersetzung mit Fragen der Gerechtigkeit. Ich verstehe sie auch als Teil des jesuitischen Bildungsverständnisses. Unser Einsatz für einen fairen Zugang zu Hochschulbildung ist für mich eine Frage sozioökonomischer Gerechtigkeit. Gleichzeitig möchten wir einen Beitrag zu epistemischer Gerechtigkeit leisten: Wissen und Erfahrungen müssen Anerkennung finden – unabhängig davon, wo und unter welchen Umständen ein Mensch geboren wurde.
Das spiegelt sich auch in unserem Motto „Gemeinsam lernen, um die Welt zu verändern“ wider. Lernen ist bei JWL keine Einbahnstraße. Wir möchten unseren Studierenden nicht nur Wissen vermitteln, sondern begegnen ihnen als Menschen, von deren Erfahrungen und Perspektiven auch wir selbst viel lernen können. Für mich gehören deshalb die Bereitschaft, die eigene Sichtweise zu hinterfragen, und der Einsatz für gerechtere gesellschaftliche Strukturen untrennbar zusammen.
Was ist Ihr Wunsch für JWL für die nächsten zehn und mehr Jahre? Welche Ziele und Meilensteine verfolgen Sie mit JWL für diese Zeit?
Für die kommenden zehn Jahre wünsche ich mir, dass JWL noch mehr Menschen erreicht – durch zusätzliche Lernzentren und ein vielfältigeres Studienangebot, das auf die unterschiedlichen Bedürfnisse und Lebensrealitäten unserer Studierenden zugeschnitten ist.
Gleichzeitig hoffe ich, dass wir nicht nur den Zugang zu Hochschulbildung verbessern, sondern auch dazu beitragen, bestehende Strukturen zu verändern. Noch immer werden Menschen aus Krisenregionen oder anderen marginalisierten Gemeinschaften mit Hürden konfrontiert, die weniger mit ihren akademischen Fähigkeiten als mit ihren Lebensumständen zu tun haben. Hier möchten wir uns für einen gerechteren Zugang zu Hochschulbildung und für mehr epistemische Gerechtigkeit einsetzen: Dafür, dass das Wissen, die Erfahrungen und die Perspektiven dieser Menschen stärker anerkannt werden und in Wissenschaft und Gesellschaft Gehör finden.
© JWL
„Wir möchten gemeinsam mit unseren Studierenden und Partnern zeigen, welches Potenzial in Menschen steckt, die allzu oft unterschätzt oder ausgeschlossen werden.“
10 Jahre JWL – feiern Sie mit!
Die HFPH ist langjähriger Kooperationspartner von Jesuit Worldwide Learning .
Zur Feier des zehnjährigen Jubiläums von JWL findet am 24. November 2026 in unserer Hochschule ein Abend unter dem Motto „Learning for Peace in Times of Conflict.“ statt.
Wir freuen uns darauf, die ermutigende Erfolgsgeschichte von JWL gemeinsam mit der Hochschulfamilie zu feiern! Um Anmeldung wird gebeten, nähere Informationen unter dem folgenden Link:
Zur Jubiläumsfeier 10 Jahre JWL