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EID – interkultureller Dialog neu gedacht

Der berufsbegleitende Studiengang „Ethics of Intercultural Dialogue“ der Hochschule für Philosophie München verbindet philosophische Tiefe mit praxisnaher Reflexion über Migration, Digitalisierung und globale Konflikte. International, online und interdisziplinär lernen Teilnehmende, kulturelle Spannungen zu verstehen und verantwortungsvoll zu gestalten. Die Einschreibung ist noch bis zum 15. Juli 2026 möglich.

bunte Köpfe ©Geralt_GerdAltmann/Pixabay

Was verbindet Menschen, die mit völlig unterschiedlichen Werten, Erfahrungen und Lebensrealitäten aufeinandertreffen? In einer globalisierten Gesellschaft sind Migration, Digitalisierung und geopolitische Spannungen längst keine abstrakten Begriffe mehr, sondern konkrete Herausforderungen im Berufsalltag. Dadurch wächst der Bedarf an einer ethisch durchdachten Form des Miteinanders. 

Die Hochschule für Philosophie München (HFPH) hat darauf reagiert – mit dem englischsprachigen, berufsbegleitenden Weiterbildungsstudiengang “Ethics of Intercultural Dialogue”, kurz EID.  

Ethische Orientierung in pluralen Gesellschaften 

Das Studienangebot richtet sich an Menschen, die beruflich oder gesellschaftlich in interkulturellen Kontexten oder internationalen Teams handeln, sei es in Unternehmen, NGOs, Bildungsinstitutionen oder Gesundheits- und Pflegeberufen. Statt standardisierter Trainings zur „interkulturellen Kompetenz“ setzt EID auf Reflexion und Dialogfähigkeit.  

Das Ziel ist, die Teilnehmer*innen in die Lage zu versetzen, kulturell geprägte Konflikte nicht nur zu erkennen, sondern auch ethisch fundiert zu analysieren und ihnen mit Haltung zu begegnen. Die Grundlage dafür bilden politische Philosophie, Kulturtheorien, interreligiöser Dialog und Anwendungsfelder von Ethik, etwa im Umgang mit Migration, Digitalisierung oder der Klimakrise.  

Berufsbegleitend, international, online  

Das Weiterbildungsprogramm ist auf rund 1,5 Jahre angelegt und wird vollständig online sowie in englischer Sprache durchgeführt. Berufstätige profitieren von einem flexiblen Studienaufbau, der sich in zwei bis drei Semestern absolvieren lässt. Insgesamt werden 36 ECTS-Punkte vergeben, die auch auf weiterführende Studiengänge anrechenbar sind.  

Voraussetzung für die Teilnahme sind ein erster Hochschulabschluss und Englischkenntnisse auf B2-Niveau 

Was das Programm von anderen interkulturellen Coaching-Angeboten abhebt: Es ist nicht nur international gedacht, es wird auch konsequent international gelebt. Die Teilnehmenden haben vollkommen unterschiedliche kulturelle und berufliche Hintergründe. In Kooperation mit „Jesuit Worldwide Learning“ wird der Studiengang außerdem gezielt für Geflüchtete und marginalisierte Gruppen geöffnet.  

Eine Besonderheit ist die philosophische Grundlage des Studiengangs. Im Zentrum stehen zunächst das Verstehen und Analysieren kultureller Dynamiken und Spannungen. Erst daraus ergeben sich mögliche praktische Handlungsansätze. Anders als viele Trainings, die mit festen Methoden oder schnellen Lösungsstrategien arbeiten, vermittelt das Studium vor allem theoretische Perspektiven und Fragestellungen, die zu eigenständigem Denken und reflektierter Kommunikation anregen. Dazu gehört auch, Spannungen nicht vorschnell auflösen zu wollen, sondern sie zunächst als Teil interkultureller Begegnung wahrzunehmen und anzuerkennen. 

Eine Antwort auf die Fragen unserer Zeit  

Prof. Dr. Barbara Schellhammer, Professorin für Intercultural Social Transformation, ist die  Leiterin des Weiterbildungsprogramms. Für sie ist es wichtig, dass der interkulturelle Dialog nicht nur oberflächlich stattfindet, sondern auch mit der Auseinandersetzung mit Themen wie Macht-Asymmetrien und kolonialer Vergangenheit und ihren Einflüssen auf die Kultur einhergeht. 

Sie  beschreibt die Arbeit im EID unter anderem als:

Porträt von Prof. Dr. Barbara Schellhammer © HFPH/ A. Futter

“Eine philosophische Reflexion und Befassung mit praktischen Fragen, mit denen wir uns angesichts unterschiedlicher Perspektiven in einer Welt, die global immer mehr zusammenrückt, verständigen können.
EID ist eine Einladung, aus dem Beobachten ins Handeln zu kommen – nicht mit schnellen Antworten, sondern mit klugen Fragen.” 

Der Studiengang will nicht nur Wissen vermitteln, sondern dazu befähigen, interkulturelle Herausforderungen reflektiert und verantwortungsvoll mitzugestalten. Die besondere Stärke des Programms liegt gerade in seiner Verbindung von philosophischer Tiefe und praktischer Relevanz. Wer nicht nur im internationalen Umfeld arbeiten, sondern auch verstehen und gestalten will, wie interkulturelle Kommunikation funktioniert, findet in EID ein einzigartiges Angebot.

Stipendien und Bewerbungsfristen  

Die Einschreibung für das Studienangebot läuft bis zum 15. Juli 2026.

Um einen möglichst breiten Zugang zum Programm zu ermöglichen, vergibt die Hochschule derzeit vier Vollstipendien. Darüber hinaus stehen drei Plätze mit einer 50-prozentigen Ermäßigung zur Verfügung. Bewerbungen für die Stipendien sind ebenfalls bis zum 15. Juli 2026 möglich.  

Am 8. Juni 2026 um 18:00 Uhr (CEST) findet eine virtuelle Q&A-Session zum Studiengang Ethics of Intercultural Dialogue” statt.  

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