Auszeichnung für die beste Dissertation
Im Rahmen des Festakts zum 100-jährigen Bestehen der HFPH wurde Dr. Maximilian Quirin Scholz am 10. Oktober 2025 mit dem Alfred-Delp-Preis ausgezeichnet. Seine Dissertation mit dem Titel „Das Paradigma teleologischer Objektivität“ befasst sich mit Fragen der Zweckmäßigkeit im Denken von Georg Wilhelm Friedrich Hegel.
Der Alfred-Delp-Preis
Der Alfred-Delp-Preis wird seit 1984 vom Alumni- und Förderverein pro philosophia e.V., ausgelobt und ist mit 2.000 Euro dotiert. Bei der feierlichen Verleihung wird der Preis in Form der Alfred-Delp-Medaille überreicht, die der Bildhauer Max Faller gestaltet hat. Ausgezeichnet wird damit alle zwei Jahre die beste Dissertation an der Hochschule für Philosophie München.
Im Zentrum der Auswahl steht die wissenschaftliche Qualität der eingereichten Arbeit. Maßgeblich ist, inwiefern eine Dissertation einen eigenständigen Beitrag zur philosophischen Forschung leistet. Gleichzeitig richtet sich der Blick über die Fachgrenzen hinaus. Die preisgekrönten Arbeiten sollen neue Perspektiven eröffnen und philosophische Fragestellungen weiterführen. Der Alfred-Delp-Preis bringt damit die Überzeugung zum Ausdruck, dass philosophische Forschung nicht nur innerhalb der eigenen Disziplin relevant ist.
Diese Kriterien treffen auf die Dissertation von Dr. Maximilian Scholz voll und ganz zu. Studiendekan und Doktorvater Prof. Dr. Georg Sans SJ legte in seiner amüsanten Laudatio die interdisziplinäre Exzellenz der preisgekrönten Arbeit dar.

Philosophische Förderung an der Hochschule
pro philosophia e.V. wurde von Alumni der HFPH gegründet mit dem Ziel, Studierende und Forschende in ihrer philosophischen Arbeit zu unterstützen.
Neben dem Alfred-Delp-Preis umfasst die Förderung unter anderem die Unterstützung bei der Teilnahme an Tagungen sowie die Auszeichnung von Bachelor- und Masterarbeiten. Auf diese Weise trägt der Verein dazu bei, philosophische Forschung sichtbar zu machen und in größere wissenschaftliche Zusammenhänge einzubinden.
Ein großes Dankeschön an pro philosophia e.V. für die Stiftung des Preises und herzlichen Glückwunsch an den Preisträger zu seiner herausragenden Arbeit!

Über Pater Alfred Delp SJ
„Es sollen einmal andere besser und glücklicher leben dürfen, weil wir gestorben sind.“
Der Jesuit und Philosoph P. Alfred Delp SJ war Mitglied des Kreisauer Kreises, eines geheimen Netzwerks, das sich während des Nationalsozialismus mit der zukünftigen Ordnung Deutschlands beschäftigte. Er erhielt seine philosophische Ausbildung an der Hochschule für Philosophie München und blieb ihr eng verbunden. In seinem Denken verband er philosophische Reflexion mit gesellschaftlichen Fragen. Am 2. Februar 1945 wurde Delp wegen seiner Beteiligung am Widerstand gegen das NS-Regime hingerichtet. Sein Werk und Wirken prägen die HFPH bis heute. Anlässlich seines 80. Todestages erinnerte sie mit einem Gedenkakt an P. Alfred Delp SJ.