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Die Hochschule für Philosophie trauert um Professor Jörg Splett

Am Mittwoch, den 29. September 2026, verstarb Prof. em. Dr. Dr. h.c. Jörg Splett, langjähriger Lehrender der Hochschule für Philosophie.

eine herbstliche Lichtung © pexels-lebele

Nachdem Splett von 1958 bis 1961 selbst im Berchmanskolleg Philosophie studiert hatte, wurde er 1964 Assistent Karl Rahners an dessen Münchener Lehrstuhl für Christliche Weltanschauung der Ludwig-Maximilians-Universität. Von dort aus begann Splett 1968 als Lehrbeauftragter in Pullach zu unterrichten. Nach seiner Berufung 1971 zum Professor für Philosophische Anthropologie und Religionsphilosophie an der Philosophisch-Theologischen Hochschule Sankt Georgen in Frankfurt, übernahm Splett als Gastprofessor regelmäßig Vorlesungen an der Hochschule für Philosophie München.

Zwischen 1971 und 2017 brachte es Splett in München auf nicht weniger als 90 Lehrveranstaltungen. Generationen von Studierenden führte er in ein Denken ein, das sich bewusst auf der Grenze zwischen Existenz und Religion, Philosophie und Theologie bewegte. Zugleich ermutigte Splett seine Hörerinnen und Hörer zur Beschäftigung mit den Klassikern. So diskutierte er Augustinus und Cusanus, Hegel und Nietzsche, um nur einige zu nennen. Immer wieder stellte Splett Bezüge zur Kunst und zur Literatur her. Als Religionsphilosoph ging es ihm, jenseits des rationalen Nachvollzugs christlichen Glaubens, um die – wie einer seiner Buchtitel lautet – „Gotteserfahrung im Denken“. Bei Splett in die Schule zu gehen, hieß zu lernen, dass wir uns als Denkende durch keinen Lehrer vertreten lassen können.

Die Hochschule für Philosophie wird Jörg Splett in dankbarem Angedenken bewahren.

 

R.I.P.

Profilfoto von Jörg Splett © St. Georgen CC BY-SA 3.0 via Wikimedia Commons

Am Mittwoch, den 29. September 2026, verstarb Prof. em. Dr. Dr. h.c. Jörg Splett, langjähriger Gastprofessor der Hochschule für Philosophie.

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