In polarisierten Gesellschaften wird innerhalb und außerhalb der Universitäten immer wieder kontrovers über Wissenschaftsfreiheit diskutiert. Umstritten ist bereits, was der Begriff genau bedeutet. Denn in aktuellen Debatten lassen sich verschiedene Formen erkennen, die jeweils auf unterschiedlichen Annahmen basieren. Diskutiert wird zudem häufig, wie weit die Wissenschaftsfreiheit reicht und wo sie enden sollte.
Diesen und anderen Fragen geht Prof. Dr. Christoph Horn an der Universität Bonn nach, wo er einen Lehrstuhl für Praktische Philosophie und Philosophie der Antike innehat und sich unter anderem mit Kant, der Moralphilosophie und der politischen Philosophie der Gegenwart beschäftigt. Er hat in den letzten Jahren klare Bedingungen, aber auch Legitimitätsgrenzen von Meinungs- und Wissenschaftsfreiheit herausgearbeitet. Nachzulesen sind diese unter anderem in seinem Beitrag „Meinungsfreiheit und ihre Grenzen: Eine Auseinandersetzung in Zeiten des Rechtspopulismus“ [in: Elif Özmen (Hg.), Wissenschaftsfreiheit im Konflikt. Berlin, Heidelberg (2021): pp. 91-103 ].
Prof. Horn war im Februar 2026 zu Gast an der Hochschule für Philosophie München (HFPH) und beleuchtete in einem Impulsvortrag die Formen, Bedingungen und Grenzen von Wissenschaftsfreiheit. Wir trafen ihn anschließend zu einem Interview.
© HFPH/ C. Kast
Prof. Dr. Dr. Johannes Wallacher (HFPH), Prof. Dr. Christoph Horn (Univ. Bonn) und Prof. Dr. Michael Reder (HFPH)