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Gemeinsam mit Prof. DDr. Franz Gmainer-Pranzl (Paris Lodron Universität Salzburg) lädt das Zentrum für Globale Fragen zu einem öffentlichen Abendvortrag zum Jahresthema „dis-harmonía“ des Forschungsinstituts ein.

Wir freuen uns, Prof. Dr. Thomas Bedorf von der FernUniversität Hagen zum Abendvortrag begrüßen zu dürfen.
In seinem Vortrag wird er Bezüge zu seiner aktuellen Publikation Bodenlos situiert. Eine politische Phänomenologie vorstellen, die 2025 im Suhrkamp Verlag erschienen ist. Darin entwickelt er eine politische Phänomenologie der Situiertheit und eröffnet neue Perspektiven auf Fragen des politischen Sprechens, Handelns und Zusammenlebens. Der Abendvortrag knüpft damit an zentrale Themen unseres Seminars an und lädt dazu ein, diese aus einer zeitgenössischen philosophischen Perspektive weiterzudenken.
 
Bodenlos situiert und dennoch positioniert?
Was bedeutet es, in einer polarisierten Gesellschaft situiert zu sein? Und worauf können wir uns noch beziehen, wenn gemeinsame Grundlagen fraglich werden? In seinem Buch Bodenlos situiert setzt sich Thomas Bedorf mit den Bedingungen auseinander, unter denen wir unseren Standort in einer Welt bestimmen, die sich nicht auf einen festen Boden bringen lässt. Im Gespräch mit der Phänomenologie Bernhard Waldenfels’ lässt sich fragen, welche Rolle Fremdheit, Widerstreit und die Grenzen der eigenen Perspektive dabei spielen. Der Abend lädt dazu ein, Polarisierung im Sinne einer politischen Phänomenologie neu zu betrachten: nicht nur als Spaltung zwischen gegensätzlichen Positionen, sondern auch als Frage danach, wie wir uns in einer gemeinsamen, aber keineswegs einheitlichen Welt orientieren.

Die Abendveranstaltung richtet sich an von Waldenfels inspirierte Philosoph*innen und alle Interessierten. Wir würdigen außerdem das 54. Polylogheft zum Thema Erfahrung des „Fremden“.

 

„Polarisierungen“ Copyright Foto von Sophia Kunkel auf Unsplash