Navigation überspringen

Was können religiöse Traditionen zum Erhalt und zum Gedeihen demokratischer Gesellschaften beitragen?

Im Rahmen einer dreijährigen summer school, die gemeinsam von der Humboldt Universität, der Hochschule für Philosophie München, der Ludwig-Maximilians-Universität München und der Katholischen Akademie Berlin organisiert wird, werden 5 Promotionsstipendien vergeben. Die Hanns-Seidel-Stiftung unterstützt das Programm ideell und finanziell. Die Stipendien, die die Hanns-Seidel-Stiftung vergibt, werden durch das Bundesministerium für Forschung, Technologie und Raumfahrt (BMFTR) gefördert. Sie richten sich an herausragende sowie gesellschaftlich engagierte Nachwuchswissenschaftlerinnen und -wissenschaftler.

 

Dreijährige summer school

In den Sommermonaten der Jahre 2027 bis 2029 findet jeweils eine fünftägige summer school zum Thema Political Theology: Drawing from Jewish and Christian Resources to Address Socio-Political Fractiousness and Threats to Liberal Democracy statt. Organisiert werden die unter anderem in Berlin und Kloster Banz bei Bamberg stattfindenden Treffen von Prof. Dr. Marcia Pally (New York University und Humboldt Universität), Dr. Stephan Steiner (Katholische Akademie Berlin), Prof. Dr. Robert Yelle (Ludwig-Maximilians-Universität) und Prof. Dr. Patrick Zoll SJ (Hochschule für Philosophie München).

Die summer school versammelt 25 renommierte Wissenschaftler*innen und 10 Nachwuchswissenschaftler*innen mit Expertise zur jüdischen oder christlichen Tradition, die eine Vielzahl von Perspektiven von der Antike über das Mittelalter bis hin zur Neuzeit einbringen. Diese Perspektiven stammen aus den Bereichen Theologie (insbesondere Politische Theologie), Philosophie (insbesondere Politische Philosophie und Religionsphilosophie), Religionswissenschaft, Politische Theorie, Politikwissenschaft, Kulturwissenschaft, Rechtswissenschaft, Bibelwissenschaft, frühneuzeitliche Politische Theorie sowie moderne Geschichte. Zehn Plätze sind für Promovenden reserviert, fünf davon für Doktoranden, die sich erfolgreich auf das Promotionsstipendium bewerben.

Ziel der summer school ist es, zu untersuchen, wie intellektuelle Ressourcen der jüdischen und christlichen Traditionen, die diese durch Reflexion auf Auseinandersetzungen und Spannungen mit unterschiedlichen politischen Kontexten entwickelt haben, heute für den Erhalt und das Gedeihen von Demokratien fruchtbar gemacht werden können. Ein besonderes Augenmerk soll dabei auf direkte oder indirekte Versuche gerichtet werden, anti-demokratische Überzeugungen und Narrative mit Bezug auf religiöse Weltanschauungen und deren Vorstellungen von einem guten Leben zu rechtfertigen.

Die erste summer school wird in Berlin vom 16. bis 20. August 2027 stattfinden und ist für diejenigen verpflichtend, die sich erfolgreich auf das Promotionsstipendium bewerben.

Detaillierte Informationen zur Terminierung für die Jahre 2028 und 2029 und zur Organisation der summer school erhalten die Stipendiaten nach dem erfolgreichen Abschluss des Bewerbungsverfahrens.

5 Promotionsstipendien im Rahmen der summer school

Wir bieten:

  • Finanzielle und ideelle Promotionsförderung durch die Hanns-Seidel-Stiftung
  • Vernetzung mit international renommierten Wissenschaftlern und Wissenschaftlerinnen
  • Einen Rahmen zum Stipendienprogramm der Hanns-Seidel-Stiftung, in dem die eigene Forschung vorgestellt und durch Feedback von Peers und fachlichen Experten und Expertinnen kontinuierlich weiterentwickelt wird

 

Bewerbung und Zulassung

Die Ausschreibung richtet sich an deutschsprachige Promovierende mit einer Hochschulzugangsberechtigung (z. B. Abitur oder Fachabitur), die am Beginn ihrer Promotion stehen, sodass sie die dreijährige Förderung ausschöpfen und an der gesamten summer school teilnehmen können. Für ausländische Bewerber ist ein Nachweis eines Sprachniveaus von mindestens B1/B2 erforderlich. Gesucht werden Promovierende, deren Dissertationsprojekte einen thematischen Bezug zur summer school haben bzw. Promovenden, die sich in ihren Dissertationen mit dem Verhältnis von Religion und Demokratie beschäftigen. Die Arbeitssprache auf der summer school ist Englisch. Eine grundsätzliche Übereinstimmung mit den Werten und Förderzielen der Hanns-Seidel-Stiftung wird erwartet.

 

Erforderliche Bewerbungsunterlagen:

  • Anschreiben (cover letter), in dem kurz die Motivation für die Bewerbung dargelegt wird (max. zwei Seiten)
  • Lebenslauf (tabellarisch und ausführlich in max. 4 Seiten ausformulierter Form) mit Zeugnissen (Abitur oder anderer Nachweis für die Hochschulzugangsberechtigung, Zeugnisse/transcripts von Studienabschlüssen und Noten)
  • Kurzexposé zum Promotionsvorhaben (ca. 5 Seiten, plus Abstract von 250 Wörtern). Das Exposé soll folgendes enthalten: Begründung für die Wahl des Themas, inhaltliche und methodische Darstellung des beabsichtigten Promotionsvorhabens, Arbeits- und Zeitplan bis zur Fertigstellung der Dissertation, aktueller Stand der Dissertation, Literaturangaben.
  • Betreuungsvereinbarung bzw. -zusage durch einen Professor bzw. Professorin (die Organisatoren der summer school sind grundsätzlich bereit, neue Doktorarbeiten zur Thematik zu betreuen und können angefragt werden)
  • Zwei Gutachten von Wissenschaftlerinnen/Wissenschaftlern zur Bestätigung der wissenschaftlichen Qualifikation (bitte verwenden Sie hierfür folgendes Formular: https://www.hss.de/fileadmin/user_upload/HSS/Dokumente/Stipendium/Bewerbung/2022_Fachgutachten-Promotion.pdf)
  • Ausführliche Beschreibung über das gesellschaftliche Engagement der Bewerberin/des Bewerbers (max. 1 Seite, optional können Sie folgendes Formular verwenden: https://www.hss.de/fileadmin/user_upload/HSS/Dokumente/Stipendium/Bewerbung/2025_Ehrenamtsnachweis_Bewerbung.pdf)

 

Bitte reichen Sie Ihre aussagekräftigen Bewerbungsunterlagen über das Bewerbungsportal der Hanns-Seidel-Stiftung ein. Das Portal ist vom 15. Dezember 2026 bis 15. Januar 2027 für Sie geöffnet:

Zum Bewerbungsportal

 

Wichtige Termine

  • Bewerbungsfrist: 15. Januar 2027
  • im Falle einer erfolgreichen Bewerbung werden Sie zu Auswahlgesprächen eingeladen, nach denen dann über die endgültige Vergabe der Stipendien entschieden wird
  • frühestmöglicher Förderbeginn ist 1. April 2027