Zur Nachhaltigkeit verpflichtet?
Über den landwirtschaftlichen Umgang mit dem Gemeingut Boden in der Spannung zwischen Eigeninteressen und Gerechtigkeit.
Kurzbeschreibung
Das Ziel des Projektes ist es, zu prüfen, ob und in welchem Maße und in welcher Form höhere Nachhaltigkeitspflichten in der Landwirtschaft eine gerechte und funktionierende Strategie für die Transformation des Agrarsektors darstellen können. Der Fokus liegt dabei auf der politischen Ökonomie der EU und ihrer Gemeinsamen Agrarpolitik.
Untersucht werden die verschiedenen Akteur:innenperspektiven und die Argumente für und wider höhere Nachhaltigkeitspflichten in der Landwirtschaft aus der Perspektive einer sozial-ökologischen Wirtschaftsethik. Dabei werden in der ersten Projektphase zunächst relevante Akteur:innenperspektiven beider Argumentationsrichtungen unterschieden und erläutert. In der zweiten Phase werden sozial-ökologische und wirtschaftsethische Argumente für höhere Nachhaltigkeitspflichten und in der dritten Phase stärker wirtschaftstheoretische bzw. politisch-ökonomische Argumente legitimer wirtschaftlicher Eigeninteressen gegen zu hohe Nachhaltigkeitspflichten rekonstruiert und auf ethische Konsistenz und Kohärenz geprüft. Die verschiedenen Argumente werden abschließend in einer „Kartographie der Standpunkte“ systematisiert und gewichtet, die Anhaltspunkte dafür sichtbar machen soll, welche Faktoren in der Entwicklung transformativer Strategien aus einer ethischen Perspektive besonders berücksichtigt werden sollten.
Das Projekt wird von Dr. Esther Jünger im Rahmen des Walter-Benjamin-Programms der DFG durchgeführt, von der DFG gefördert und von Prof. Johannes Wallacher beratend begleitet.
Dr. Esther Jünger
Wissenschaftliche Mitarbeiterin
© HFPH/ A. Futter
Prof. Dr. Dr. Johannes Wallacher
Professor für Sozialwissenschaften und Wirtschaftsethik | Präsident








