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Friedrich Nietzsche ist ein Meister der Verunsicherung. Die Wirklichkeit nimmt er aus einer Vielzahl von Perspektiven wahr. Die platonische Vorstellung, alles Endliche sei Ausdruck einer höchsten Idee, war Nietzsche ebenso verdächtig wie der Absolutheitsanspruch moderner Wissenschaft. Doch aus Nietzsche, wie oft geschehen, seinerseits einen Helden der Gegenaufklärung zu machen, griffe zu kurz. Was also lässt sich von Nietzsche über die Vernunft und das Projekt der Aufklärung lernen?

Prof. Dr. Andreas Urs Sommer ist Inhaber der Professur für Philosophie mit Schwerpunkt Kulturphilosophie an der Albert-Ludwigs-Universität Freiburg. Seit 1. März 2026 hat er den Vorsitz des Vorstands der Carl Friedrich von Siemens Stiftung inne. Im Auftrag der Heidelberger Akademie der Wissenschaften leitete er die Forschungsstelle für die Erarbeitung des Historischen und kritischen Kommentars zu Friedrich Nietzsches Werken.